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Unser Wald

Fotoquelle: Christiane Welter

Noch im Mittelalter war Deutschland weitgehend von Waldflächen bedeckt. Heute hat sich der Bestand auf rund 30% der Landesfläche reduziert, aber damit sind wir immer noch eines der waldreichsten Länder in Europa. Etwas über 11 Millionen Hektar Wald sind es, jedes Jahr kommen rund 10.000 Hektar hinzu. 9 Millionen Hektar werden von privatwirtschaftlichen, aber auch von kommunalen bzw. teilprivatisierten Forstbetrieben bewirtschaftet. Weitere 1,5 Millionen Hektar Waldfläche gehören rund 230.000 landwirtschaftlichen Betrieben.

Deutschland war einst ein Land weitläufiger Buchenwälder. Leider hat sich der Bestand dieser wunderschönen Waldart auf rund 15% reduziert. Mit 58% dominieren die Nadelholzarten, vor allem aufgrund ihres schnellen und geraden Wuchses – das bringt in der Holzwirtschaft einen schnelleren Ertrag. Ein Nadelholzwald weist jedoch eine deutlich geringere biologische Vielfalt auf als ein Laubmischwald. Daher ist man vielfach bemüht, den so genannten Waldumbau voranzutreiben und neue Laubbäume zur Durchmischung in die Nadelwälder zu setzen.

Der Wald ist auch ein wichtiger Ort für Freizeit und Erholung. Mehr und mehr Menschen zieht es in die Natur, gerne unter Führung der fachkundigen Ranger (hier Claus Weber im Müritz-Nationalpark). Der Wald muss heutzutage einen Dreiklang aus ökologischen, ökonomischen und sozialen Ansprüchen befriedigen – keine einfache Aufgabe!

Die Leistungen der Bäume

Fotoquelle: Christiane Welter

Unsere Bäume erfüllen zahlreiche Schutzfunktionen für uns Menschen – ganz kostenfrei und selbstverständlich. Das sollten wir stets im Bewusstsein haben und ihnen dafür dankbar sein.

Vor allem binden die Bäume des Waldes durch die Photosynthese in großen Mengen Kohlendioxyd. Die einzelnen Baumarten speichern im Laufe ihres Lebens unterschiedlich viel CO2, so liegt z.B. eine Buche nach hundert Jahren rund ein Drittel höher als eine Fichte. Im deutschen Wald sind ca. 4,4 Milliarden Tonnen CO2 gespeichert, pro Hektar sind das rund 13 Tonnen pro Jahr. Die Bäume der Regenwälder können aufgrund ihrer Größe deutlich mehr CO2 speichern.

Das CO2 bleibt natürlich nur dann im Holz gebunden, wenn der Baum im Wald verbleibt, bis er zerfallen und wieder zu Humus geworden ist. Ein anderer Weg der CO2-Bindung ist die langzeitige Nutzung von Holz, z. B. im Hausbau. Das Gegenteil davon sind die Coffee-to-go-Becher oder Tageszeitungen.

 

 

Die Bäume reinigen die Luft, die wir atmen. Man spürt es sofort, wenn man im Sommer einen Wald betritt. Bäume und insbesondere die Wälder sichern in hohem Maß unseren Wasserhaushalt (siehe die Tafel Wasser im Wald). Und die Bäume und Wälder sind Lebensbereiche für zahlreiche Arten. Dabei gilt: Je wilder der Wald, desto zahlreicher die Arten, die dort zuhause sind.

Durch die Wurzeln schützen Bäume vor Erosion und Gerölllawinen. In vielen Ländern hat die Abholzung von Wäldern schon zu erheblichen Veränderungen der Landschaft geführt – stets mit fatalen Folgen für die dort lebenden Menschen.

Wilder Wald

Mit der Wildnis in deutschen Wäldern ist es schon lange vorbei. Seit vielen Jahrhunderten hat sich der Mensch die Ressource Wald zunutze gemacht oder sie für Ansiedlungen und Landwirtschaft zerstört. Unberührte Wälder in Deutschland – das gehört der Vergangenheit an.

Obwohl: In den Nationalparks, den UNESCO-Biosphärenreservaten und in einzelnen Naturparks gibt es Schutzzonen, in denen sich die Natur frei entwickeln darf. Und das soll sie auch, denn diese höchstrangigen Schutzzonen sichern Artenvielfalt und Ökosysteme für die Zukunft. Nur wo der Mensch keinen Zutritt hat, ist das Überleben seltener Arten gesichert. An manche Orte kehren nun sogar schon verloren geglaubte Tier- und Pflanzenarten zurück.

Die Bundesregierung hat eine Zielsetzung verabschiedet, die bei 5% Wildnis in deutschen Wäldern liegt. Naturschützern ist dies zu wenig, sie gehen von mindestens 10% aus, damit die Arten überleben können. Wie auch immer – wir sind noch weit von diesen Zielen entfernt.

Nutzung der Wälder

Fotouquelle: Oliver Elsner

Holz ist ein phantastischer Rohstoff, der noch dazu praktisch von alleine nachwächst. Und Deutschland hält in Europa den 2. Platz (hinter Schweden), was den Holzvorrat angeht.

Schätzungsweise 1,2 Millionen Menschen leben in Deutschland von der Holzwirtschaft, sie ist damit eine der großen Arbeitgeber im Land, noch vor dem Maschinenbau und der Autoindustrie. 180 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr zeigen den enormen Wirtschaftsfaktor.

Und hier beginnt die andere Seite der Medaille: Wirtschaftswald unterliegt wirtschaftlichen Kriterien – möglichst schnell, möglichst hoch, möglichst viel. Über 50 Prozent des deutschen Waldes sind Nadelwald, der erfüllt diese Kriterien am besten, zeigt aber einen niedrigen Wert bei der biologischen Vielfalt oder dem Wasserhaushalt, bei Anfälligkeit für Stürme oder Insektenbefall.

Wenn Straßen durch Wälder führen – dann ist Vorsicht geboten. Sie zeigen, dass hier häufig schwere Lastwagen entlang fahren, um die geschlagenen Stämme abzutransportieren. Bewirtschaftete Natur statt naturbezogener Bewirtschaftung ist dann oft die unschöne Gleichung.

Nachhaltigkeit, der heute so häufig genutzte Begriff, wurde in der Forstwirtschaft geprägt. Dem in der Vergangenheit praktizierten Raubbau am Wald musste Einhalt geboten werden mit neuen Grundsätzen der Forstwirtschaft. FSC® und PEFC sind heutzutage Siegel einer verantwortungsvollen Waldbewirtschaftung, bei der ein kleiner Teil der Nutzwälder zum Erhalt der Arten sich selbst überlassen bleibt. Beim Kauf von Papier- und Holzprodukten gilt es also, auf diese Siegel zu achten! Mehr Infos unter www.fsc-deutschland.de und www.pefc.de

Orte der Erholung, auch das sind unsere Wälder. Im Sommer durch einen vom Sonnenlicht durchfluteten Wald zu wandern und die Seele baumeln zu lassen – das ist einfach schön. Im Wald wird die Hitze des Sommers durch das Blätterdach gedämpft. Wandern oder Radfahren, wo es erlaubt ist (und damit Flora und Fauna nicht gestört werden), sind allseits beliebte Freizeitbeschäftigungen. In vielen Schutzgebieten wurden Waldlehrpfade eingerichtet. Entlang des Wanderweges wird anschaulich erläutert, welche Bedeutung der Wald hat, welche Baumarten sich hier finden und welche Pflanzen und Tiere hier zuhause sind.

Wasser im Wald

Eine der wichtigsten Aufgaben, die Wälder und Stadtbäume leisten, ist die bestmögliche Nutzung des Niederschlags. Er wird nicht nur gereinigt, sondern auch maximal gespeichert und genutzt. Die Reinigung erfolgt vor allem durch die hohe Filterwirkung des Waldbodens. Das Regenwasser wird hier wie in einem Schwamm aufgesogen und auf natürlichste Weise gereinigt. Bis es beim Grundwasser angelangt ist, hat es zumeist schon eine gute Trinkqualität.

Interessant ist, dass Laubwälder besseres Grundwasser bilden als Nadelwälder – ein Spiegelbild also der Artenvielfalt, die ja in Laubwäldern ebenfalls deutlich höher ist.

Natürlich brauchen auch die Bäume selber einen Teil des Niederschlags. Sie holen sich das Wasser über die Sogwirkung ihrer Blätter aus dem Boden bis in die äußersten Spitzen der Baumkrone. Diese Sogwirkung entsteht über die Öffnung der Spalten an der Unterseite des Blattes, die je nach Bedarf gesteuert wird.

 

Fotoquelle: Christiane Welter

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